COVID-19-Selbsthilfe-Tagebuch

Selbsthilfegruppe Zwänge

von Berta Lackner, SHG Zwänge Kärnten

Ja, es ist vor allem für Betroffene einer bereits bestehenden Krankheit eine noch größere Herausforderung mit der Corona-Krise umzugehen und Lösungen zu finden. Ich möchte all jene motivieren und eventuell Anregungen geben, was mir meine Erfahrungen in den letzten mehr als zwanzig Jahren für Lösungen gebracht haben.

Ich gründete vor Jahren die SHG Zwänge und für viele unserer Betroffenen war es immer schon eine Herausforderung das klassische Selbsthilfegruppentreffen zu bewältigen. Das ließ mir keine Ruhe und ich grübelte was es hier für Lösungen geben könnte?

Ich hatte schließlich die Idee das Internet mit einzubeziehen und gründete mit dem Einverständnis der Betroffenen die WhatsApp Gruppe SHG.Zwänge. Mittlerweile beteiligen sich Betroffene aus fast allen Bundesländern, die sich jederzeit - ich betone jederzeit - wenn Bedarf besteht austauschen können.

Da dies schon einige Jahre so läuft und die Erfahrung gezeigt hat, dass diese Entscheidung wertvoll, flexibel, auch für die Kontaktperson weniger belastend ist, da falls es ihr schlecht geht, bei einem Anliegen von Betroffenen immer wer antwortet und Unterstützung aus der persönlichen Erfahrung anbietet. Diese Erfahrung konnte ich letztes Jahr machen, als ich zwei Monate im Krankenhaus war.

Auch jetzt in der kritischen Zeit durch die COVID-19-Maßnahmen ist für uns ein Austausch in der Gruppe jederzeit möglich und sehr wertvoll.

Vielleicht ist das auch für andere Selbsthilfegruppen umsetzbar bzw. ist es eine Idee, damit auch weiterhin der wertvolle Austausch von Erfahrungen und Informationen in der Selbsthilfegruppe stattfinden kann.

Ich wünsche allen Betroffenen, dass sie für sich die passende Lösung zu finden – die Selbsthilfegruppe kann dabei eine wertvolle Unterstützung sein.

Vielen lieben Dank im Voraus, dass ich mich mitteilen konnte. Gerne bin ich für Fragen für Sie da.


Herzliche Grüße
eure Berta Lackner
SHG Zwänge Kärnten

 

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