Österr. Lymph-Liga - Landesstelle Kärnten

Das Lymphödem ist eine Krankheit des Lymphsystems und macht sich häufig – volkstümlich ausgedrückt – in „dicken Armen oder Beinen“ bemerkbar. In der heutigen Schulmedizin wird dem Lymphödem nicht die Bedeutung in Diagnose und Therapie zugemessen, wie dies möglich und wünschenswert wäre. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Patienten neben den medizinischen Problemen des Lymphödems oft auch unter erheblichen körperlichen und seelischen Belastungen zu leiden haben, die im Zusammenleben mit anderen, in Familie und Beruf, bewältigt werden müssen. Von den Vorurteilen einer nicht oder nur mangelhaft informierten Öffentlichkeit ganz zu schweigen.

Um diese Missstände zu beheben und die Lage der Patientinnen und Patienten auch durch medizinische Versorgung zu verbessern, wurde 1994 die Österreichische Lymphliga gegründet.

Wir bieten die Möglichkeit, Informationen und Erfahrungen mit anderen Menschen auszutauschen. Dadurch können Betroffene ihren eigenen Weg für den Umgang mit der Erkrankung finden.

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Statement 3o Jahre Selbsthilfe Kärnten:

Themenschwerpunkt

Die Lymphliga hat die Aufgabe, Menschen mit primären und sekundären Lymphödemen auf der Suche nach Ärzten und Therapeuten zu helfen, zu unterstützen, gut zu zureden und auch für den täglichen Umgang mit dem Ödem z.B. im Sommer bei großer Hitze, Tipps zu geben.

Weiters versuchen wir, mit Aussendungen, Informationsveranstaltungen, den Menschen, die zwar wissen, dass sie ein Problem haben aber nichts dafür tun, die Möglichkeit zu geben, sich zu Infomieren und dann doch einen Arzt oder Therapeuten aufsuchen.

Ich (Ingeborg Fritzer) bin seit 2010 in der Lymphliga, Landesstelle Kärnten aktiv.

Meine Lebenssituation war nach einer Brustkrebs-OP mit Chemo, Bestrahlung und 5 Jahre Tabletten schon sehr steinig. Dann kam noch das Lymphödem dazu und ich wusste nicht mehr, was ich tun sollte, bekam zwar von verschiedenen Seiten Tipps, die aber leider falsch waren und die alles noch schlimmer gemacht haben. Bis ich nach Wolfsberg überwiesen worden bin und dann war alles viel besser und ich fühlte mich gut aufgehoben.

Durch Zufall war die damalige Leiterin der LL-Kärnten (Frau Markovcs) auch in Wolfsberg und so kam das eine zum andern und ich war schon mit verschiedenen Aufgaben eingeteilt. In kürzester Zeit war ich schon im Vorstand der Lymphliga Österreich.

Unsere Selbsthilfegruppe macht und arbeitet sehr viel: u.a.

  • Vorträge
  • Abendveranstaltungen
  • Jahreskongresse über 2 Tage, jeweils in einem anderen Bundesland
  • Sprechstunden
  • Telefonische Auskünfte an einzelne Patienten
  • Kleinere Veranstaltungen in einzelnen Regionen
  • Herausgabe von Zeitschriften
  • Internetplattform
  • Wir treten aber auch mit Therapeuten in Verbindung um den Standard auf einen gleichen Nenner zu bringen
  • Wir sprechen mit den Versicherungen über die Kosten
  • Wir werden mit der Gesundheitskassa in Verbindung treten
  • Und vieles andere mehr

Die Arbeit der Lymphliga wirkt sich positiv auf mein Leben aus. Ich habe eine Freude, wenn ich Menschen helfen kann. Diese Hilfe sich dann auch noch so auswirkt, dass sich die Menschen dann besser fühlen und ich damit was Gutes tun kann.

Ingeborg Fritzer

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Statement 3o Jahre Selbsthilfe Kärnten:

Themenschwerpunkt

Die Lymphliga hat die Aufgabe, Menschen mit primären und sekundären Lymphödemen bei der Suche nach Ärzten und Therapeuten zu unterstützen und ihnen zu helfen, ihre Krankheit besser in den Alltag zu integrieren. So werden u.a. Tipps gegeben, wie man mit dem Ödem - z. B. im Sommer bei großer Hitze - umgehen kann. Weiters wird versucht, mit diversen Aussendungen und Informationsveranstaltungen jenen Menschen, welche zwar wissen, dass sie ein Problem haben, jedoch nichts dagegen unternehmen, die Möglichkeit zu geben sich zu informieren, um doch einen Arzt oder Therapeuten aufzusuchen.

Ich, Romana Obernosterer, bin seit 2000 in der Lymphliga, Landesstelle Kärnten, aktiv.

Meine Lebenssituation hatte sich generell nicht zufriedenstellend entwickelt, nachdem meine Beine zunehmend dicker wurden, Schmerzen bereiteten, obwohl ich viel versucht habe, um dagegen anzugehen, wie etwa die Beine hoch zu lagern, ruhig zu stellen oder auch Diuretika einzunehmen. Durch Zufall kam ich auf das Krankenhaus Wolfsberg, wo schließlich 1997 ein primäres Lymphödem festgestellt wurde. Heilfroh, endlich die Ursache für die sehr unangenehmen Schwellungen gefunden zu haben, machte ich mich zuallererst an die Entrümpelung meines Schuhwerkes. Von nun an trage ich nur mehr bequeme Schuhe und natürlich die entsprechenden Strümpfe. Meine Motivation, mich daraufhin in der Selbsthilfegruppe auch aktiv einzubringen, war, dass ich auch anderen Menschen dieses Aha-Erlebnis weitergeben konnte, damit sie ebenfalls ihre Situation verbessern können.

Folgende Aktivitäten werden durch unsere Selbsthilfegruppe durchgeführt:

- Vorträge

- Abendveranstaltungen

- Jahreskongresse über 2 Tage, jeweils in einem anderen Bundesland

- Sprechstunden

- Telefonische Auskünfte an einzelne Patienten

- Kleinere Veranstaltungen in einzelnen Regionen

- Herausgabe von Zeitschriften

- Internetplattform

- Wir treten aber auch mit Therapeuten in Verbindung, um den Standard auf einen gleichen Nenner zu bringen

- Wir sprechen mit den Versicherungen über die Kosten

- Wir sind in Gesprächen mit der Gesundheitskassa

- Und vieles andere mehr

Die Selbsthilfegruppe trägt dazu bei, dass mein Lebensmut wieder gestiegen ist. Die Freude, auch anderen Menschen zu helfen, beeinflusst mein Leben positiv und gibt mir auch mehr Sinn. Die positiven Rückmeldungen der Betroffenen spornen mich immer wieder an, diese eingeschlagene Richtung weiterzugehen.

Romana Obernosterer