Selbsthilfegruppe 60+ und 70++

Gemeinsam kann Vieles leichter gelingen – dachten sich einige ehemalige Teilnehmerinnen und Teilnehmer der geriatrischen Nachbetreuungsgruppe 60+ des öffentlichen Krankenhauses Waiern der Diakonie de La Tour und gründeten die Selbsthilfegruppe 60+ im Jahr 2012.  Die Selbsthilfegruppe bietet Gleichgesinnten die Möglichkeit miteinander ins Gespräch zu kommen, sich auszutauschen und wenn notwendig Leiden zu bewältigen. Mittlerweile hat sich das Alter der Teilnehmer bis zu 90+ erweitert. Denn im Alter kann sich durch das Wahren eines seelischen und psychischen Wohlbefindens, trotz mannigfacher Herausforderungen, die Lebensqualität bis zu einem hohen Grad erhalten. Dieses Potenzial des Alters, welches naturgemäß dennoch an eine Grenze stößt, wirkt sich zeitlebens positiv auf Körper, Geist und Seele aus. Die Beteiligten setzen sich kompetent und offen mit ihren Krankheiten und Belastungen auseinander – im Sinne eines „kompetenten Selbstmanagement von Krankheiten“.  Dieses Selbstmanagement wird bei Bedarf von der Altersmedizin, im aktuell neu entstehenden Kompetenzzentrum in Waiern für Sucht, Psychosomatik, Essstörungen und Altersmedizin, unterstützt.

Die Gruppe beginnt häufig mit einer Entspannungsübung, um dann auf den persönlichen Austausch überzuleiten. Beim gemeinsamen Erfahrungsaustausch hilft das

AEIOU (A = Auffangen, E = Ermutigen, I = Information, O = Orientierung und U = Unterhaltung) des Dachverbandes der Selbsthilfe Kärnten (Prof. Herbert Janig).

Auf ein hohes Maß an Eigenverantwortung, einen respekt- und liebevollen Umgang miteinander, das Ernstnehmen der Schweigepflicht nach außen hin, und die Bereitschaft sich gegenseitig zu stützen, legen die teilnehmenden Menschen größten Wert, denn

Man erkennt den Wert einer Gesellschaft daran, wie sie mit den schwächsten ihrer Glieder verfährt.“ (Gustav Heinemann).