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Welttag des Hörens - 03.03.2024

„Das Leben gehört GEHÖRT“
Aufruf zum Umdenken am Welttag des Hörens am 03.März 2024
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fordert zur Änderung des
gesellschaftlichen Denkens auf, um gute Hörversorgung möglich zu machen.
Der Welttag des Hörens 2024 steht ganz im Zeichen der Aufklärung und der
Überwindung gesellschaftlich tief verwurzelter Fehleinschätzungen von Hörverlust.
„Hörverlust wird oft als "unsichtbare Behinderung" bezeichnet, nicht nur, weil es keine
sichtbaren Symptome gibt, sondern auch, weil er in der Gesellschaft lange Zeit
stigmatisiert und von politischen Entscheidungsträgern ignoriert wurde." so die Aussage
des WHO-Generaldirektors Tedros Adhanom Ghebreyesus. Wenn nicht schon in
jüngeren Jahren, eine Schwerhörigkeit durch widrige Umstände eintritt, sieht sich
beinahe jede und jeder irgendwann mit dem Thema eines Hörverlustes konfrontiert und
die Menschen werden älter. Die weitreichenden Folgen von unbehandelten
Hörminderungen werden in der Gesellschaft gravierend unterschätzt, teils aus
Verdrängung, teils aus Unwissenheit.
Erste Anzeichen von Hörverlust treten meist ab dem 50igsten Lebensjahr auf.
Zu Beginn, wissen Betroffene oft noch nichts davon, oder es wird vorerst verdrängt.
Fernsehsendungen können schlechter verfolgt werden, Hintergrundgeräusche werden
zunehmend als störend empfunden und Gespräche mit mehreren Beteiligten mutieren
zur geistigen Schwerstarbeit. Weiters entstehen oft soziale Konflikte im näheren
Umfeld. Der Versuch Betroffene davon zu überzeugen, etwas zu unternehmen führt zu
Verharmlosung, Verdrängung oder eisernem Schweigen. Die Angst, als alt, dement
oder „begriffsstutzig“ dazustehen überwiegt. So beginnt ein unnötiger „Teufelskreis“. Ein
Hörgerät zu wenig zu verwenden, oder sich lange Zeit vor einer Anschaffung zu
drücken ist keine hilfreiche Alternative.
Nur Früherkennung und Versorgung verhindert genau diese gefürchteten Folgen!
Die Wahrscheinlichkeit für kognitiven Leistungsabfall, aufgrund von Umbauprozessen
im Gehirn, wird mit einer Hörversorgung reduziert. Gehirnfunktionen werden geschützt
und das Demenzrisiko verringert. Ständiges Nachfragen ist Betroffenen peinlich, es
folgt ein sozialer Rückzug. Hörgeräte helfen dabei, wieder akustisch gut zu verstehen
und Depressionen zu vermeiden. Zudem wird das Verletzungs- und Sturzrisiko
herabgesetzt. Die Teilnahme am Straßenverkehr und die Sicherheit im städtischen
Raum wird verbessert. Man fühlt sich persönlich auch wieder sicherer, wenn man auf
die Straße geht. Ängste, sowie psychische Belastungen werden reduziert. Stress durch
soziale Konflikte, infolge von Fehlinformationen und daraus resultierendem Misstrauen,
wird vermieden. Eine Enttabuisierung hilft auch dem sozialen Umfeld bis hin zu den
Kleinsten, eine passende und selbstverständlichere Umgangsform mit dem Thema zu
entwickeln.
Objektive Beratung für persönliche Information, in bedarfsgerechter Umgebung.
Das Schwerhörigenzentrum Kärnten – „Forum besser Hören“, mit dem geförderten
Projekt „tab – technische Assistenz und Beratung“, bietet als kostenfreie und
vertrauliche Beratungsstelle, individuelle Unterstützung und hilfreiche Informationen
zum Ablauf einer guten Hörversorgung an und hilft mit Aufklärungsarbeit ein
belastendes und folgenschweres Tabu zu brechen. Für Angehörige und Interessierte,
besteht die Möglichkeit, über den richtigen Umgang mit Betroffenen, mehr zu erfahren.
Lautes „Brüllen“ ist nicht immer hilfreich für Betroffene, zudem sind zusätzliche
Sicherheitssysteme mit Lichtsignalanlagen und Vibrationsimpulsen ein wichtiges
Thema. Das Projekt, welches aus Mitteln des Sozialreferates des Landes Kärnten, vom
Sozialministeriumservice – Landesstelle Kärnten und der österreichischen
Gesundheitskasse (ÖGK) finanziert wird, bietet monatliche Sprechtage in jedem Bezirk
Kärntens an. Dies soll gewährleisten, dass die Bevölkerung im ländlichen Raum
ebenso gut unterstützt wird.
Terminvereinbarung
Forum besser HÖREN -Schwerhörigenzentrum Kärnten ZVR 408278078
tab - Technische Assistenz und Beratung für Schwerhörige
Gasometergasse 4A / Eingang Platzgasse / 9020 Klagenfurt
Tel.: 0463 310380; mail: office@besserhoeren.org
homepage: www.besserhoeren.org , www.oesb-dachverband.at

ÖKUSS-Themenheft Transparenz in der Selbsthilfe

Mit dem ersten Themenheft wollen wir zur intensiveren Auseinandersetzung mit Transparenzkultur in der gesundheitlichen Selbsthilfe und im Gesundheitswesen einladen. Das Heft beleuchtet das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven und umfasst unterschiedliche Meinungen und Aspekte. Darüber hinaus zeigt es auch Beispiele guter Praxis in der Umsetzung. Werfen Sie einen Blick hinein! Wir freuen uns über Ihr Feedback!

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